Felix Klare ist ein deutscher Schauspieler, der vor allem als Hauptkommissar Sebastian Bootz im Stuttgarter „Tatort“ bekannt ist. Er wurde am 12. Oktober 1978 in Heidelberg geboren und ist am 19. September 2026 somit 47 Jahre alt. Nach seiner Schauspielausbildung in Berlin arbeitete er zunächst intensiv am Theater, bevor Film und Fernsehen zum Schwerpunkt seiner Karriere wurden. Privat ist Klare mit der Schauspielerin Zora Thiessen verheiratet. Das Paar hat vier Kinder. Neben dem „Tatort“ war er unter anderem in „Bis nichts mehr bleibt“, „Weil du mir gehörst“, „Schneller als die Angst“, „Totenfrau“ und „Wir haben einen Deal“ zu sehen.
Felix Klare im Steckbrief
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Geburtsdatum | 12. Oktober 1978 |
| Geburtsort | Heidelberg |
| Alter | 47 Jahre, Stand 19. September 2026 |
| Beruf | Schauspieler |
| Größe | 1,83 Meter |
| Ausbildung | Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin |
| Ehefrau | Zora Thiessen |
| Kinder | Vier |
| Bekannteste Rolle | Sebastian Bootz im Stuttgarter „Tatort“ |
| Wohn- und Arbeitsmittelpunkt | München |
Herkunft und Schauspielausbildung
Klare kam 1978 in Heidelberg als Sohn zweier Ärzte zur Welt und verbrachte seine Schulzeit in München. Für seine professionelle Ausbildung zog es ihn nach Berlin: An der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch absolvierte er seine Schauspielausbildung, die er 2002 abschloss. Das professionelle Castingprofil bei Filmmakers bestätigt neben Ausbildung und Geburtsort auch seine Körpergröße von 1,83 Metern sowie seine umfangreiche Film-, Fernseh- und Theaterarbeit.
Bereits während der Ausbildung sammelte Klare Bühnenerfahrung. Er trat am Maxim Gorki Theater und am Berliner Ensemble auf. Anschließend folgte ein Gastengagement am Deutschen Schauspielhaus Hamburg. Damit begann seine Karriere zunächst nicht vor der Kamera, sondern im klassischen Theaterbetrieb.
Von 2002 bis 2004 gehörte er fest zum Theater Freiburg. Es blieb sein bislang einziges dauerhaftes Ensembleengagement. Danach arbeitete er als Gast unter anderem am Düsseldorfer Schauspielhaus und am Bayerischen Staatsschauspiel in München. Dort wirkte er zwischen 2004 und 2011 während mehrerer Spielzeiten in unterschiedlichen Inszenierungen mit.
Diese Theaterjahre sind ein wichtiger Teil seiner beruflichen Biografie. Erst später verlagerte sich sein Schwerpunkt deutlich in Richtung Film und Fernsehen. Vollständig aufgegeben hat er die Bühne jedoch nicht.
Felix Klare als Sebastian Bootz im Stuttgarter „Tatort“
Seine größte öffentliche Bekanntheit erreichte der Schauspieler mit dem Stuttgarter „Tatort“. Seit 2008 verkörpert er dort Kriminalhauptkommissar Sebastian Bootz. An seiner Seite ermittelt Richy Müller als Thorsten Lannert.
Bootz ist innerhalb des Ermittlerduos der stärker analytisch und strukturiert arbeitende Kommissar. Lannert verlässt sich dagegen häufiger auf Erfahrung und Intuition. Diese unterschiedlichen Arbeitsweisen bilden seit dem Start des Teams einen wesentlichen Bestandteil der Stuttgarter Folgen.
Die langfristige Rolle brachte Klare eine regelmäßige Präsenz in einer der bekanntesten deutschen Fernsehproduktionen. Sie bedeutete jedoch keine ausschließliche Festlegung auf Kriminalgeschichten. Parallel übernahm er zahlreiche Figuren in Gesellschaftsdramen, historischen Produktionen, Familiengeschichten und Serien.
Auch 2026 gehört er weiterhin zum Stuttgarter Ermittlerteam. Im Mai 2026 präsentierte der SWR beim Sommerfestival die Folge „Lucys Geburtstag“. In seiner aktuellen beruflichen Vita wird außerdem die Produktion „Tatort – Blindes Vertrauen“ für 2026 geführt.
Theater, Fernsehfilme und Serien abseits des „Tatorts“
Zu Klares frühen Kinoprojekten zählt „Luther“ aus dem Jahr 2003. Später folgten „Offset“ und „Vorstadtkrokodile 2“. Einen erheblich größeren Teil seiner Arbeit machen jedoch Fernsehfilme und Serien aus.
2010 spielte er eine Hauptrolle in „Bis nichts mehr bleibt“. Das Drama befasst sich mit den Auswirkungen einer Scientology-Mitgliedschaft auf eine Familie. Im selben Zeitraum wirkte er in Stefan Krohmers Dokudrama „Dutschke“ mit. In „München 72 – Das Attentat“ war er anschließend Teil einer Produktion über das Olympia-Attentat von 1972.
Weitere Stationen waren „Der Wagner-Clan. Eine Familiengeschichte“, „Unter Anklage: Der Fall Harry Wörz“ und das Justizdrama „Zweimal lebenslänglich“. In „Unschuldig“ übernahm er die Rolle eines Mannes, der nach einer langen Haftstrafe mit den Folgen eines möglicherweise falschen Urteils konfrontiert wird.
Im ARD-Drama „Weil du mir gehörst“ spielte Klare einen Vater, dessen Verhältnis zu seiner Tochter nach der Trennung der Eltern zunehmend belastet wird. Der Film behandelt die Instrumentalisierung eines Kindes im Konflikt zwischen seinen Eltern. Danach gehörte er zur Besetzung der Thriller-Serie „Schneller als die Angst“. In der deutsch-österreichischen Netflix-Serie „Totenfrau“ trat er als Gegenspieler der Hauptfigur auf.
Eine besonders anspruchsvolle Hauptrolle übernahm er im Fernsehfilm „Wir haben einen Deal“. Klare spielt darin Frank Lechner, der Jahrzehnte nach sexualisierter Gewalt durch seinen früheren Fußballtrainer mit seinem verdrängten Kindheitstrauma konfrontiert wird. Wie die offizielle ZDF-Pressemappe zu „Wir haben einen Deal“ erläutert, konzentriert sich das Drama auf Schuld, Scham und die langfristigen Folgen des Missbrauchs.
Der Film erhielt 2023 beim Filmfest München den Bernd Burgemeister Fernsehpreis für den besten Fernsehfilm. Beim Festival des deutschen Films in Ludwigshafen wurde die Produktion außerdem mit dem Rheingold-Publikumspreis ausgezeichnet. Diese Preise galten dem Gesamtwerk beziehungsweise seinen Produzenten und sollten nicht als persönliche Auszeichnungen Klares missverstanden werden.
Felix Klare privat: Ehefrau und Kinder
Klare ist mit der Schauspielerin Zora Thiessen verheiratet. Thiessen ist ebenfalls aus Film- und Fernsehproduktionen sowie von der Theaterbühne bekannt. Gemeinsam haben sie vier Kinder. Namen, Aufenthaltsorte und andere private Einzelheiten der Kinder stehen für die öffentliche Einordnung seiner Karriere nicht im Vordergrund.
In einem Interview mit der „tz“ über Beruf und Familie bestätigte der Schauspieler sowohl die Ehe mit Thiessen als auch die vier Kinder. Er sprach dort zudem darüber, dass ein langfristiges Fernsehengagement wirtschaftliche Sicherheit bietet, ihm gleichzeitig aber die Möglichkeit zu unterschiedlichen Rollen wichtig bleibt.
Das Ehepaar stand auch beruflich gemeinsam vor der Kamera. In der Komödie „Ich will (k)ein Kind von dir“ spielten beide ein Paar, das unterschiedliche Vorstellungen von seiner Familienplanung entwickelt. Im Drama „Weil du mir gehörst“ waren sie ebenfalls in derselben Produktion zu sehen, übernahmen dort jedoch andere Figurenkonstellationen.
Aktuelle Arbeit zwischen Kamera und Bühne
Seine gegenwärtige Arbeit bleibt nicht auf den Stuttgarter „Tatort“ beschränkt. In der professionellen Vita wird für 2025 der Film „Memories to Cherish“ aufgeführt. Für 2026 ist neben einer weiteren „Tatort“-Produktion auch die Rückkehr ans Residenztheater München dokumentiert.
Dort wirkt Klare als Gast in „Die Rückseite des Lebens“ mit. Die Bühnenfassung basiert auf Texten von Yasmina Reza über Gerichtsprozesse, widersprüchliche Aussagen und Entscheidungen, die ganze Lebensläufe verändern können. Damit knüpft der Schauspieler an den Theaterteil seiner Laufbahn an, der bereits vor seinen bekannten Fernsehrollen begann.
Seine Karriere verbindet damit drei kontinuierliche Arbeitsfelder: die langfristige Rolle als Sebastian Bootz, wechselnde Figuren in Fernsehfilmen und Serien sowie ausgewählte Theaterengagements. Gerade diese parallele Arbeit erklärt, weshalb er zwar eng mit dem Stuttgarter „Tatort“ verbunden ist, seine berufliche Laufbahn aber deutlich darüber hinausreicht.
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