Andrea Kiewel ist eine deutsche Fernsehmoderatorin, ehemalige Leistungsschwimmerin und ausgebildete Lehrerin. Sie wurde am 10. Juni 1965 in Ost-Berlin geboren und ist seit ihrem Geburtstag im Juni 2026 61 Jahre alt. Einem großen Publikum ist „Kiwi“ vor allem als Gastgeberin des ZDF-„Fernsehgartens“ bekannt, den sie seit 2000 mit einer Unterbrechung im Jahr 2008 präsentiert. 2026 führt sie durch ihre 26. Saison, während die Sendung ihr 40-jähriges Bestehen feiert. Privat ist Kiewel Mutter von zwei erwachsenen Söhnen, war dreimal verheiratet und ist heute mit einem israelischen Partner verlobt. Sie lebt in Tel Aviv und reist für ihre Fernseharbeit nach Deutschland.
Bio
| Merkmal | Angaben |
|---|---|
| Vollständiger Name | Andrea Kiewel |
| Spitzname | „Kiwi“ |
| Geburtsdatum | 10. Juni 1965 |
| Alter | 61 Jahre (Stand: September 2026) |
| Geburtsort | Ost-Berlin |
| Nationalität | Deutsch |
| Beruf | Fernsehmoderatorin |
| Frühere Berufe | Leistungsschwimmerin sowie Lehrerin für Deutsch und Sport |
| Ausbildung | Pädagogikstudium in Berlin |
| Sportliche Laufbahn | Mitglied der DDR-Schwimmnationalmannschaft |
| Fernsehkarriere seit | 1990 |
| Bekannteste Sendung | „ZDF-Fernsehgarten“ |
| „Fernsehgarten“-Moderation | 2000 bis 2007 und erneut seit Mai 2009 |
| Wohnort | Tel Aviv, Israel |
| Beziehungsstatus | Verlobt |
| Partner | Israelischer Partner; sein Name ist nicht öffentlich bekannt |
| Frühere Ehen | Dreimal verheiratet |
| Kinder | Zwei erwachsene Söhne |
| Bekannte Bücher | „Meist sonnig“ und „Meine Sehnsuchtsküche“ |
| Bedeutende Auszeichnung | Deutscher Fernsehpreis 2021 für die beste Moderation Unterhaltung |
Andrea Kiewel: Vom Leistungssport ins Fernsehen
Kiewels berufliche Geschichte begann im Schwimmsport. Laut der offiziellen Biografie im ZDF-Presseportal besuchte sie von 1972 bis 1983 die Schule in Berlin und gehörte der DDR-Schwimmnationalmannschaft an. Der häufig verwendete Zusatz „ehemalige Leistungsschwimmerin“ bezeichnet damit nicht lediglich ein intensiv betriebenes Hobby, sondern eine frühe sportliche Laufbahn auf nationaler Ebene.
1983 nahm sie in Berlin ein Pädagogikstudium auf. Ab 1988 arbeitete sie als Lehrerin für Deutsch und Sport. Zwischen Schwimmbecken und Fernsehstudio lag also eine abgeschlossene berufliche Station im Bildungsbereich. Ihr dokumentierter Ausbildungsweg führte damit zunächst ins Bildungswesen; erst anschließend wechselte sie zum Fernsehen.
1990 übernahm sie Moderationen und Ansagen beim Deutschen Fernsehfunk, kurz DFF. Schon 1991 folgten Aufgaben beim Sender Freies Berlin für das ARD-Programm sowie beim regionalen Fernsehangebot „Fenster aus Berlin“. Ihr Einstieg fiel damit unmittelbar in die Phase, in der die deutsche Fernsehlandschaft nach der Wiedervereinigung neu geordnet wurde.
Vom Frühstücksfernsehen zur großen Unterhaltung
Ab 1993 moderierte Kiewel das „Sat.1-Frühstücksfernsehen“. Das tägliche Format verschaffte ihr eine regelmäßige Präsenz im gesamtdeutschen Privatfernsehen. 1996 kam „Talk X“ bei ProSieben hinzu. Danach verlagerte sich der Schwerpunkt ihrer Arbeit zunehmend zu großen Unterhaltungs- und Livesendungen.
Beim ZDF präsentierte sie im Jahr 2000 neben dem „Fernsehgarten“ auch die Spielshow „Jede Sekunde zählt“. Später moderierte sie unter anderem „Sound der 80er“, eine Jubiläumsshow zu ABBA sowie verschiedene Frühlings-, Herbst- und Weihnachtssendungen. 2007 gehörte sie zum Moderationsteam der MDR-Talkshow „Riverboat“. Von 2009 bis 2011 führte sie bei RTL durch „Einspruch – die Show der Rechtsirrtümer“. Seit 2014 kamen Ausgaben von „ZDF-Fernsehgarten on tour“ hinzu.
Diese Liste zeigt, dass ihre Laufbahn breiter ist als die eine Sendung, mit der ihr Name heute besonders eng verbunden wird. Der Schwerpunkt blieb jedoch klar: publikumsnahe Unterhaltung, häufig live und mit Musik, Gesprächen, Spielen oder Serviceelementen.
Andrea Kiewel und der ZDF-„Fernsehgarten“
Am 4. Juni 2000 übernahm Kiewel erstmals die Moderation des „ZDF-Fernsehgartens“. Sie war dabei nicht die erste Gastgeberin: Die 1986 gestartete Sendung wurde zuvor von Ilona Christen und Ramona Leiß geprägt. Kiewel entwickelte sich anschließend jedoch zur am längsten mit dem Format verbundenen Moderatorin. Sie führte zunächst bis 2007 durch die Show und kehrte im Mai 2009 zurück.
Die Jubiläumssaison 2026 macht die Größenordnung des Formats sichtbar. Laut dem ZDF-Dossier zum 40-jährigen Bestehen des „Fernsehgartens“ waren ab dem 10. Mai 20 sonntägliche Live-Ausgaben vom Mainzer Lerchenberg vorgesehen. Das Programm verbindet deutsche und internationale Musikauftritte mit Tanz, Artistik, Comedy, Spielen, Rekorden und Servicethemen. Pro Sendung sind dem Sender zufolge etwa 5.000 bis 6.000 Zuschauerinnen und Zuschauer auf dem Gelände; rund 130 Teammitglieder arbeiten an der Produktion.
Für die Moderatorin bedeutet dieses Konzept mehr als das Ankündigen von Musik. Sie muss zwischen Bühnenauftritten, Gesprächen, Publikumsaktionen und Ratgeberteilen wechseln und zugleich auf Veränderungen in einer mehrstündigen Livesendung reagieren. Genau diese Kombination erklärt, warum die Sendung ihre öffentliche Rolle so stark bestimmt.
Auch die Auszeichnungen sind mit dieser Arbeit verbunden. 2006 erhielt sie die Goldene Henne in der Sparte Fernsehen, 2009 folgte der Leserpreis Moderation. 2021 wurde sie mit dem Deutschen Fernsehpreis für die beste Moderation in der Kategorie Unterhaltung geehrt.
Die Zäsur von 2007 und das Comeback
Zur vollständigen Karriere gehört auch die Unterbrechung. Ende 2007 räumte Kiewel ein, in der ZDF-Sendung „Johannes B. Kerner“ eine bestehende PR-Vereinbarung mit Weight Watchers fälschlich verneint zu haben. Sie entschuldigte sich; ZDF und MDR beendeten daraufhin die Zusammenarbeit. Im „Fernsehgarten“ übernahm 2008 Ernst-Marcus Thomas.
Bereits 2009 kehrte Kiewel zur ZDF-Sonntagsshow zurück. Seit dem 10. Mai jenes Jahres moderiert sie das Format wieder. Deshalb ist bei Jubiläumsangaben eine kleine Unterscheidung sinnvoll: 2026 ist ihre 26. Saison als Gastgeberin, aber keine lückenlose 26-jährige Moderationszeit.
Bücher und weitere Fernsehprojekte
Neben ihren Sendungen hat Kiewel mehrere Bücher veröffentlicht. 2020 erschien „Meist sonnig – Eine Liebeserklärung an das Leben“, in dem sie biografische Erfahrungen behandelt. 2024 folgte das Kochbuch „Meine Sehnsuchtsküche: Lieblingsrezepte mit Sonne, Meer und einer Prise Israel“. Damit greift sie auch außerhalb des Fernsehens Themen auf, über die sie öffentlich spricht: ihre Lebensgeschichte und ihre Verbindung zu Israel.
Zu ihren wiederkehrenden großen Live-Aufgaben zählt außerdem die Silvestersendung des ZDF. Beim Jahreswechsel 2025/2026 moderierte sie „Willkommen 2026“ gemeinsam mit Johannes B. Kerner erstmals aus der Hamburger HafenCity. Die Sendung ergänzte ihre Arbeit im sommerlichen „Fernsehgarten“ um ein weiteres reichweitenstarkes Live-Format.
Privatleben von Andrea Kiewel: Verlobter und Kinder
Kiewel ist Mutter von zwei erwachsenen Söhnen und war dreimal verheiratet. Einzelheiten über ihre Kinder hält sie weitgehend aus ihrer aktuellen Medienpräsenz heraus. Auch den Namen ihres heutigen Partners veröffentlicht sie nicht. Öffentlich bekannt ist, dass er Israeli ist und das Paar verlobt ist.
Die Verlobung gab die Moderatorin am 22. Juni 2025 live im „Fernsehgarten“ bekannt. Eine Hochzeit hat sie bislang nicht öffentlich bestätigt. In einem Interview mit t-online vom Mai 2026 erklärte sie vielmehr, dass Privates privat bleiben solle. Damit ist der verlässliche aktuelle Stand: Sie ist verlobt; über mögliche Hochzeitspläne macht sie keine öffentlichen Angaben.
Seit 2017 lebt Kiewel in Tel Aviv. Für ihre Moderationen reist sie nach Deutschland, insbesondere zum ZDF-Sendezentrum auf dem Mainzer Lerchenberg. Diese räumliche Trennung zwischen Wohnort und Arbeitsplatz gehört inzwischen zu ihrem Berufsalltag. Zugleich hat die Sicherheitslage in Israel ihre Arbeit bereits unmittelbar berührt: Im Juni 2025 konnte sie wegen der damaligen Lage und des gesperrten Luftraums eine „Fernsehgarten“-Ausgabe nicht selbst präsentieren; Joachim Llambi und Lutz van der Horst sprangen ein.
Weshalb sie 2026 besonders präsent ist
Im Jahr 2026 treffen zwei lange Karrieren aufeinander: Der „ZDF-Fernsehgarten“ besteht seit 40 Jahren, Kiewel moderiert ihre 26. Saison. Ihre Biografie reicht zugleich vom DDR-Leistungssport über den Lehrerberuf und das frühe gesamtdeutsche Fernsehen bis zu heutigen Liveproduktionen.
Wer nach Andrea Kiewel sucht, findet deshalb vor allem eine Fernsehmoderatorin, deren öffentliche Laufbahn eng mit einem seit 1986 ausgestrahlten deutschen Unterhaltungsformat verbunden ist. Der aktuelle Anlass bleibt die Jubiläumssaison; private Schlagzeilen betreffen vor allem ihre Verlobung und ihr Leben zwischen Tel Aviv und Mainz.
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